Donnerstag, 21. Februar 2019

Keine Angst ist auch eine Lösung von Lange und Jauer

Keine Angst ist auch eine Lösung von Lange und Jauer 

Inhalt:
Alexa Hennig von Lange und Marcus Jauer ergründen Ängste, die jeder kennt, indem sie sich ihren eigenen Ängsten stellen: Nichts Besonderes zu sein, gefeuert, verlassen oder kritisiert zu werden. Zu versagen oder sich selbst zu verlieren. Flugangst, Hypochondrie, Zukunftsangst – auf der Suche nach Ursachen durchforsten die Autoren in abwechselnden Kapiteln ihre Kindheit und nehmen Schlüsselmomente ihres Lebens in den Blick. Charmant und selbstironisch fördert das Ehepaar universale Ängste, soziale Phobien und hartnäckige Sorgen zutage, um zu verstehen, wie Angst unseren Alltag, unser Handeln, unsere Beziehungen bestimmt, und um davon frei zu werden. In ihren Geschichten steckt die optimistische Überzeugung, dass wir unseren Gefühlen nicht hilflos ausgeliefert sind. Wenn einem die eigene Paranoia das Leben ruiniert - warum nicht entscheiden, dass es reicht? Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zu mehr Vertrauen und Mut. Und vor allem zu mehr Humor. Ein Buch für Frauen und für Männer, denen die eigenen Ängste und die des anderen bisher ein Rätsel waren.

Meine Meinung:
Man sollte vor dem Lesen wissen, dass es sich um keinen psychologischen Ratgeber handelt, sondern eine lustig dargestellte Situationsbeschreibung, die den Leser zum Schmunzeln und Lachen bringt.

Es werden 32 Situationen beschrieben, in denen man Ängsten begegnet und wie man sich ihnen im Alltag stellen muss. Herrlich ironisch werden diese beschrieben und haben mich stellenweise sehr zum Schmunzeln gebracht. Wirklich humorvoll und trotzdem ist ein Quäntchen Selbsterkenntnis vorhanden. 
Die für mich wichtigste Aussage dieses Buchs ist, dass Ängste uns alle durch unser Leben von Kindheit an begleiten. Und der einzige sichere Weg sie zu bekämpfen ist nun mal sie bewusst wahrzunehmen und sie als einen Indikator dafür anzusehen, etwas in seinem Leben zu verändern und sich einfach mal zu fragen „Was passiert, wenn man keine Angst mehr hat?“.

Absolut lesenswert, humorvoll, abwechslungsreich und ironisch!

Traum des Lebens von Jeffrey Archer

Traum des Lebens von Jeffrey Archer 

Inhalt:
1968: Am Hafen von Leningrad müssen der junge Alexander Karpenko und seine Mutter auf der Flucht vor dem KGB entscheiden, auf welches Schiff sie sich als blinde Passagiere schleichen. Eines fährt nach Großbritannien, eines in die USA. Der Wurf einer Münze soll das Schicksal von Alexander und Elena besiegeln ... Über eine Zeitspanne von dreißig Jahren und auf zwei Kontinenten entfaltet sich in Jeffrey Archers neuem Roman eine Geschichte von einmaliger Spannung und Dramatik - eine Geschichte, die man nicht wieder vergisst.

Meine Meinung:
Zunächst: Ich liebe die Cliffton-Saga und habe die Bücher um Kain und Abel verschlungen, daher ging ich wahrscheinlich mit einer zu großen Erwartung an dieses Buch heran.
Die Geschichte um Mutter und Sohn auf verschiedenen Kontinenten hat mich sehr verwirrt. Ich konnte irgendwann einfach nicht mehr folgen wer mit wem und wann was gemacht hat und welches Restaurant wem gehört und welcher Nachkomme nun zu wem....
Leider fand ich es auch unheimlich langatmig und hatte beim Lesen das Gefühl auf der Stelle zu treten.
Außerdem hatte ich as Gefühl es geht in dem Buch um gleiche Themen wie in den oben erwähnten Reihen und der liebe Herr Archer verfolgt immer ein und den selben Plot. Arm und Reich- von der Unterschicht in die Oberschicht, immer mit Banken und Politik und immer auf den gleichen Kontinenten. 
Ich habe das Buch schließlich abgebrochen, da ich mich einfach nicht hinein gefunden habe. 

Die vergessene Burg von Susann Goga

Die vergessene Burg von Susann Goga


Inhalt:
1868. Paula Cooper führt ein zurückgezogenes Leben, bis sie einen unerwarteten Brief erhält. Ihr schwer kranker Onkel Rudy bittet eindringlich um ihren Besuch – im fernen Bonn. Voller Neugier reist Paula von England an den Rhein. Fasziniert von der malerischen Landschaft entdeckt sie eine fremde Welt und lernt den Fotografen Benjamin Trevor kennen. Aber sie ahnt, dass ihr Onkel etwas verheimlicht, und auch die Widersprüche um das Schicksal ihres verstorbenen Vaters mehren sich. Welcher dunklen Wahrheit über ihre Familie muss sich Paula stellen?

Meine Meinung:
Die historischen Romane von Susann Goga konnten mich bisher alle einfach nur begeistern. Auch mit diesem Buch schaffte sie es mir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Der Leser wird an den Mittelrhein gebracht, rund um Bonn und Rüdesheim. Er lernt Paula kennen und ihren wirklich bezaubernden Onkel, den ich als Protagonist sehr mochte und seine Art sehr schätze. Ich war wirklich traurig als er im Verlauf der Handlung starb. 
Paula ist ebenfalls eine starke, kluge und spannend dargestellte Frau, die in diesem Zeitalter ihren Weg erstaunlich geradlinig geht. Sie geht von England nach Bonn um nach über 30 Jahren dem Geheimnis ihrer Familie auf die Spur zu kommen. 

Das Buch liest sich klasse, angepasste Sprache an die Zeit im 19. Jahrhundert, Brief- und Perspektivwechsel lockern das Ganze unheimlich gut auf und lassen einen ganzheitlichen Blick auf die Dinge entstehen. 

Vor allem das Ende ist unheimlich spannend und bewegend. Ich habe mit einem anderen Ende gerechnet und war überrascht und zeitgleich irgendwie zufrieden.

Das Buch packt und fesselt, entführt in das 19. Jahrhundert und zeigt den Weg einer starken Frau, der nicht immer einfach ist. Einfach grandios. 

Donnerstag, 24. Januar 2019

Die Frauen am Fluss von Katherine Webb

Die Frauen am Fluss von Katherine Webb 


England, 1922. Zuerst stellt die Ankunft der Londonerin Irene die Ordnung des idyllischen Dorfes Slaughterford auf eine harte Probe. Kurz darauf geschieht ein brutaler Mord. Der Tote ist ein angesehener Gutsherr – und Irenes Mann. Gemeinsam mit dem Stallmädchen Pudding begibt sich Irene auf die Suche nach der Wahrheit. Die Spuren führen das ungleiche Paar tief in die angrenzenden Wälder und zu einer Liebe, die nicht sein durfte und ein ganzes Dorf schuldig werden ließ.

Der Prolog dieser Neuerscheinung aus der Feder von Katherine Webb erzählt von einem Mord im Jahre 1922, der die Gemüter der Landbevölkerung im idyllischen Slaughterford erschüttert. Erst nach und nach, in behutsamen Rückblenden, werden Motive und Hintergründe dieses Ereignis beleuchtet und dem Leser die Verbindung dieser schrecklichen Tat zur Gegenwart offenbart. Dieses Buch liest sich sehr schön und leicht und man bleibt gerne dran. Die verschiedenen Frauenschicksale zeigen die gesellschaftliche Ordnung des damaligen Englands auf, die Normen und herrschenden Vorurteile. Beim Lesen stellt man zwangsläufig fest, wie hoch die (Mit-)Schuld der Gesellschaft an gewissen Dingen zu bewerten ist.
Abwechselnd wird aus den Perspektiven der Protagonistinnen berichtet, so ist man immer nah dran an ihren Gedanken und Empfindungen, man fühlt und leidet mit. Und man ermittelt mit, denn die Suche nach dem Mörder wird zu einem zentralen Punkt in der Handlung.
Die Handlung bietet einige Überraschungen und Wendungen. Auch die Auflösung ist nicht vorhersehbar. Jedoch hat die Geschichte immer wieder einige Längen und ist nicht so spannend, wie es der Klappentext suggeriert.

Dennoch verdiente 4 von 5 Herzen 

Als Luca verschwand von Petra Hammesfahr

Als Luca verschwand von Petra Hammesfahr 

Die junge Mel ist im Drogeriemarkt mit der Auswahl eines Lippenstiftes beschäftigt, als ihr kleiner Sohn Luca verschwindet. Hat ihn die merkwürdige Frau vor dem Schaufenster, die Lucas Bruder einen Lolli schenkte, aus dem Kinderwagen genommen? Warum ließ Mel ihr Baby an einem eisigen Januartag im Wagen draußen vor dem Laden stehen? Oder hatte sie Luca gar nicht dabei? Ein heikler Fall für Kommissar Klinkhammer, denn er kennt die Familie gut und weiß, dass es in Mels Ehe nicht zum Besten steht. Aber gibt es einen Zusammenhang zwischen Lucas Verschwinden und den Problemen der Eltern? Eine Familientragödie nimmt ihren Lauf. Und mit jeder Stunde, die vergeht, wird es unwahrscheinlicher, dass Luca überlebt......


Leider enttäuscht mich dieses Buch sehr, weshalb ich lange eine Rezension aufgeschoben habe. 
Kindesentführungen sind immer wieder ein gern gewähltes Thema für einen stabilen Krimi, aber leider gerät die Mutter in diesem Buch sofort unter verdacht..... außerdem werden völlig  handlungsferne Details geschildert, die einfach nicht ins Buch passen.

Der Schreibstil was langatmig und erst ab der Hälfte nimmt das Buch ein wenig an Fahrt auf. Leider etwas zu spät..... ich habe es tatsächlich abgebrochen. 

Das Versprechen der Wüste von Katherine Webb

Das Versprechen der Wüste von Katherine Webb

Als treuer Fan von Kathrin Webb habe ich bereits viele Bücher von ihr gelesen. 

Dieses Mal entführt sie uns nicht nach England, sondern in den geheimnisumwobenen Oman. Die Handlung spielt auf zwei Zweitebenen, was ich bei solchen Büchern besonders mag. Ab 1909 begleiten wir die Forscherin Maude Vickery, die als erste weiße Frau den Oman erkundete. Auf der zweiten Zeitebene ab 1958 erleben wir alles ringsum Joan Seabrook, die ein großer Fan von Maude Vickery ist, hat sie doch schließlich alles von dieser beeindruckenden Frau gelesen, nein sogar regelrecht verschlungen. Wird die Begegnung mit der Forscherin für Joan ein einschneidendes Erlebnis sein?

Der Leser wird auf eine wirklich schöne orientalische Reise mitgenommen und taucht in ein Land ein, mal ganz anders als in ihren Werken die in England spielten. 
Die Geschichte entfaltet sich in zwei Erzählsträngen. Die Leser folgen Joans Reise von England in den Oman, sie bildet die umfangreiche Haupthandlung. Aus der Perspektive der jungen Frau wird erzählt, was sie erlebt, denkt und fühlt. Man erfährt ihre Familiengeschichte, ihren Plänen und die Entwicklung, die sie im Oman durchläuft. Gleichzeitig dient dies als Rahmen für den zweiten Erzählstrang, der Maude in den Fokus stellt. Eingeschobene Kapitel erzählen aus Maudes Sicht die Geschehnisse, die fünfzig Jahre vorher ihr Schicksal geformt haben. Dadurch gewinnen die Leser Wissensvorsprung vor Joan, die nur sehr allmählich mehr vom Leben ihres großen Vorbild erfährt. Natürlich sind beide Handlungsstränge miteinander verknüpft.

Es handelt sich um einen sehr schönen bildhaften historischen Roman, der einem lange im Gedächtnis bleibt und mal in noch unbekannte historische Welten eintaucht. 

Grandios!!!! 5 Herzen 

Sonntag, 12. August 2018

die Bildsprache der ersten Jahre verstehen

Die Bildsprache der ersten Jahre verstehen von Renate Gier


Inhalt:

Zugang zur kindlichen Erlebnis- und Darstellungswelt finden

Ein Kind hinterlässt in seinen Bildern eine Spur seines Lebens. Es drückt sich mit seinem ganzen Wesen aus – und zwar umso intensiver, je jünger es ist. Mit Einfühlungsvermögen und Sachkenntnis gelingt es uns, wieder Zugang zur kindlichen Darstellungs- und Erlebniswelt zu finden.

Renate Gier nimmt uns mit auf eine spannende Reise in die Welt der Kinderbilder. Fasziniert entdecken wir, wie schon 2-Jährige ihr Erleben in einer intensiven Kritzelspur ausdrücken. Anhand vieler Kinderzeichnungen zeigt die Autorin auf, welche erstaunlichen Entwicklungsleistungen kleine Kinder beim Malen vollbringen. Sie sensibilisiert uns für den Reichtum und die Individualität ihrer Bildsprache, damit wir Kinder in ihrer Kreativität sinnvoll begleiten können.

Meine Meinung:

Aufgrund meiner pädagogischen Tätigkeit fragte ich das Buch an. Leider lieferte es mir keine neuen Erkenntnisse und wurde daher eher überflogen als gelesen. Es war schon informativ, allerdings baut es bereits vorhandenen Büchern zum Thema auf und ähnelt diesen sehr. Es gibt bessere Fachbücher um das Malen und den Zusammenhang mit der Entwicklung des Kindes zu verstehen.