Samstag, 13. Februar 2016

Rezension All die verdammt perfekten Tage

All die verdammt perfekten Tage von Jennifer Niven




Limes Verlag

e-book Kindle

400 Seiten

11,99€

Inhalt:
Ein Mädchen lernt zu leben - von einem Jungen, der sterben will


Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…

Meine Meinung:
Als ich den Klappentext las, dachte ich zunächst... hartes Thema... Suizidabsichten!
allerdings überrascht das Buch in seiner Handlung dann doch. 
Der Leser lernt Finch und Violet kennen - zwei Jugendliche, die verschiedene Leben führen und doch soviel gemeinsam haben. Finch sitzt selbst immer wieder auf einem Turm und hat Suizidgedanken.... doch als er Violet trifft,versucht er ihr das Leben wieder positiv darzustellen. Er gibt sich unheimlich Mühe und ist sehr einfühlsam. 
Beide sind sehr unterschiedlich: Finch - unbeliebt, keine Freunde, schwierige Familie
Violet - reich, beliebt, wohlhabende Familie
Seit dem Tod ihrer Schwester hat Violet sich verändert. Beide arbeiten in einem Schulprojekt zusammen und lernen gemeinsam die schönen Seiten des Lebens kennen. Es sind Rückblenden enthalten, die sich mit Mobbing, Gewalt, Angst, Depression, Verlust und anderen Situationen im Leben der beiden Protagonisten auseinander setzen. 
Von der ersten Seite an war ich gefesselt. Ich wollte wissen, warum so junge Menschen ihr Leben schon so satt haben können. Man möchte beim Lesen am liebsten helfen und den beiden einen Schubs geben, damit sie wieder auf die Sonnenseite blicken können. Der Leser fühlt sich den Protagonisten nah, versteht ihre Emotionen und Gedanken und ist irgendwie in der Geschichte.
Der lockere Schreibstil und die fesselnden Dialoge und Gedankengänge lassen den Leser durch das Buch fliegen! Besonders das Ende rührt den Leser und ist sehr bewegend. 
Einige stellen fand ich etwas absurd, deshalb 1 Stern Abzug. Trotzdem ein klasse Buch!!!

Fazit:
Jugendbuch mit Tiefgang 
4 von 5 Herzen
<3 <3 <3 <3