Samstag, 5. März 2016

Rezension Im Spiegel ferner Tage

Im Spiegel ferner Tage von Kate Riordan



 

Heyne Verlag

TB 9,99 €

544 Seiten

Inhalt:
London, 1932. Als die 21-jährige Alice ungewollt schwanger wird, schickt ihre Mutter sie auf ein Gut im malerischen Gloucestershire, um den Namen der Familie zu schützen. Fasziniert von dem verwunschenen Anwesen erwacht Alices Neugierde, und sie erfährt von dem tragischen Los der einstigen Gutsherrin Elizabeth. Das Geheimnis um die schöne Frau berührt sie auf eigentümliche Weise, und Alice begibt sich auf Spurensuche. Sie entdeckt eine große Liebesgeschichte - und einen schlimmen Verrat 

Meine Meinung:

Ein verspieltes Cover und der dazu gehörende Klappentext haben mich neugierig gemacht. Liebesgeschichte und Verrat klingen nach einer gelungenen Mischung aus Spannung und Gefühl....

Die Protagonisten Alice bekommt ein Kind von einem verheirateten Mann. Da sich dies in dieser Zeit wenig schickte, wurde sie auf ein entlegenes Gut geschickt, um dort still zu entbinden. Doch dort trifft sie auf Elisabeth, die mit der Geschichte von Fiercrombe eng verwoben ist und ein Geheimnis verbirgt. Auch die damaligen Sitten und Tugenden sind sehr interessant dargestellt wurden. 
Der Zusammenhang zwischen den beiden weiblichen Darstellern wird dem Leser nach und nach schlüssig. Er ist äußerst interessant und so nicht vorhersehbar. 
Die Figuren sind detailliert dargestellt und werden dem Lesernah gebracht. Er kann Gefühle und Handlungen gut nachvollziehen.
Leider zieht sich der Anfang der Geschichte sehr und ist etwas zu langatmig dargestellt, zudem kommt eine gewisse Melancholie auf. 

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Die Sichtwechsel sind schlüssig abgegrenzt und eindeutig erkennbar. Es werden viele Beschreibungen detailliert und bildhaft getätigt.

Leider hat die Länge der Darstellung mich manchmal etwas demotiviert weiter zu lesen. Die Spannung nahm dadurch sehr ab und es zog sich stellenweise für mich sehr stark.
Die Grundidee des Buches und dessen Darstellung ist durchaus gut, aber die schon beschriebene Überlänge nimmt der Geschichte ihr kitzeln.

Ein guter historischer Roman, der besonders für Englandinteressierte Leser und für Freunde von Familiensagen/ -geheimnissen wunderbar ist.

Mein Fazit:
4 von 5 Herzen <3 <3 <3 <3